Die neue Mitbewohnerin (19) – Teil 1
Die meisten WG-Geschichten, die man liest, fangen mit einem Streit über den Abwasch an oder mit einer Party, die eskaliert. Meine fängt harmloser an — mit einem Anzeigen-Text, drei Bewerbern und einer jungen Frau, die mit einem Stapel Kartons und einem schiefen Lächeln in unserer Tür stand. Und das hier ist die Geschichte, wie aus einer neuen Mitbewohnerin sehr schnell etwas ganz anderes wurde.
Ich heiße Jonas, bin dreiundzwanzig, studiere im fünften Semester und wohne seit zwei Jahren in einer Vierer-WG am Rand des Univiertels. Als das Zimmer neben meinem frei wurde, ahnte ich noch nicht, dass diese Studentin meine Nächte durcheinanderbringen würde. Wer nach echten Studentin Sexgeschichten sucht, sollte weiterlesen — meine begann an einem ganz normalen Umzugssamstag.
Der Umzugssamstag
Es war ein warmer Samstag im Oktober, als Mia bei uns einzog. Neunzehn, frisch im ersten Semester, gerade von zu Hause weg, in die erste eigene WG. Sie stand im Türrahmen, ein Karton auf den Armen, Haare hochgesteckt, ein Streifen Staub auf der Wange, und sagte: „Bin ich hier richtig? Ich bin die Neue.”
Ich nahm ihr den obersten Karton ab, der gefährlich schwankte. „Wenn du die Neue bist, dann ja. Ich bin Jonas, Zimmer nebenan.”
Sie lachte, und dieses Lachen ging mir sofort unter die Haut — offen, ein bisschen atemlos vom Treppensteigen. „Mia. Und ich hab die glorreiche Idee gehabt, alles an einem Tag zu schleppen.”
Wir schleppten. Karton um Karton, drei Stockwerke, während die anderen beiden aus der WG übers Wochenende weg waren. Am Ende saßen wir beide erschöpft auf dem nackten Boden ihres neuen Zimmers, zwischen Umzugschaos und einer Matratze ohne Bezug, und tranken das Bier, das ich zur Begrüßung besorgt hatte.
„Auf dein neues Zuhause”, sagte ich und stieß mit ihr an.
„Auf die WG”, sagte sie und sah mich dabei an, eine Spur länger als nötig. Ich schob den Gedanken weg. Sie war die Neue, sie war neunzehn, ich war der Typ von nebenan, der ihr beim Einzug half. Mehr nicht. Redete ich mir jedenfalls ein.
Die ersten Wochen
Aber es blieb nicht bei „mehr nicht”. Wer einmal mit jemandem eine Wand teilt, weiß, wie durchlässig so eine WG ist. Ich hörte, wann Mia aufstand, wann ihre Musik lief, wann sie nachts noch in der Küche stand. Und ich merkte, dass ich anfing, darauf zu achten.
Mia war anders als erwartet. Nicht das schüchterne Erstsemester, das ich mir vorgestellt hatte. Sie hatte diese Selbstverständlichkeit, mit der manche jungen Frauen einen Raum betreten, als hätten sie schon längst begriffen, worauf es ankommt. Sie stellte Fragen, viele, direkte. Sie lachte laut. Und sie hatte die Angewohnheit, spätabends in einem übergroßen T-Shirt und nichts weiter in die Gemeinschaftsküche zu kommen, sich auf die Arbeitsplatte zu setzen und mir beim Kochen zuzusehen.
„Du kochst wie ein Erwachsener”, sagte sie eines Abends und ließ die nackten Beine baumeln. „Ich lebe von Nudeln mit Pesto.”
„Das legt sich”, sagte ich und rührte betont konzentriert in der Pfanne, weil ich nicht auf ihre Beine sehen wollte. „Irgendwann kriegt man Sehnsucht nach echtem Essen.”
„Bring’s mir bei”, sagte sie. Nicht als Frage. Und ihr Blick, als sie das sagte, ließ keinen Zweifel, dass sie nicht nur vom Kochen sprach — oder vielleicht bildete ich mir das auch nur ein. Genau das war das Problem: Ich wusste es nicht. Ich wusste nur, dass ich abends öfter in der Küche stand als nötig.
Die Spannung baute sich auf, langsam, über Wochen. Ein Streifen ihrer Schulter, wenn das T-Shirt verrutschte. Die Art, wie sie sich an mir vorbeidrückte im schmalen Flur, obwohl genug Platz gewesen wäre. Wie sie „Nacht, Jonas” sagte, an meiner Tür, eine Sekunde zu lange stehen blieb, bevor sie in ihr Zimmer verschwand. Und dann lag ich in meinem Bett, hörte durch die Wand, wie sie sich in ihrem drehte, und dachte an Dinge, die ich nicht denken sollte über die Frau im Zimmer nebenan.
Der Abend, an dem es kippte
Es war ein Donnerstag, als es kippte. Die anderen beiden waren wieder weg — irgendein verlängertes Wochenende bei den Eltern —, und Mia und ich hatten die WG für uns. Sie hatte eine Klausur hinter sich, ich ein Referat, und wir feierten das mit einer Flasche billigem Wein und einem Film, den keiner von uns wirklich ansah.
Wir saßen auf dem durchgesessenen WG-Sofa, näher, als wir mussten. Irgendwann lag ihr Kopf an meiner Schulter, ihre Beine über meinen gezogen, und der Film lief weiter, während wir beide längst woanders waren. Ich spürte ihren Atem an meinem Hals, warm und ein bisschen zu schnell.
„Jonas”, sagte sie leise, ohne den Kopf zu heben.
„Mh?”
„Merkst du das auch? Seit Wochen?”
Ich hätte ausweichen können. Ich tat es nicht. „Ja”, sagte ich. „Jeden verdammten Abend in dieser Küche.”
Sie hob den Kopf und sah mich an, ganz nah, und in ihren Augen war nichts Unsicheres mehr. „Ich bin neunzehn, nicht blöd”, sagte sie mit einem halben Lächeln. „Ich weiß genau, was ich will. Und ich frage mich seit dem Umzug, wann du endlich den Mut hast.”
Das war der Moment, in dem ich sie küsste. Oder sie mich — ich weiß es bis heute nicht genau. Es war einer dieser Küsse, bei denen keiner den Anfang macht, weil beide gleichzeitig kippen. Ihre Lippen waren weich und schmeckten nach Wein, und sie erwiderte den Kuss mit einer Gier, die alles Zögern der letzten Wochen mit einem Schlag wegwischte.
„Endlich”, flüsterte sie an meinem Mund und zog mich am Kragen näher.
Vom Sofa in die Küche
Wir landeten dort, wo alles angefangen hatte — in der Gemeinschaftsküche, weil sie näher war als eines der Zimmer und weil keiner von uns es bis dorthin geschafft hätte. Ich hob sie hoch, und sie schlang die Beine um mich, und ich setzte sie auf genau die Arbeitsplatte, auf der sie mir wochenlang beim Kochen zugesehen hatte.
Das übergroße T-Shirt, das mich Nächte gekostet hatte, zog ich ihr über den Kopf. Darunter trug sie fast nichts, und sie ließ es geschehen mit einem Blick, der mich härter machte, als ich es seit Langem gewesen war. Ich küsste mich ihren Hals hinunter, über ihr Schlüsselbein, und sie legte den Kopf in den Nacken und stöhnte leise, ein Laut, den ich vorher nur durch eine Wand geahnt hatte.
„Nicht so vorsichtig”, flüsterte sie und grub die Finger in mein Haar. „Ich bin nicht aus Glas.”
Ich war es nicht mehr. Ich nahm ihre Brüste in die Hände, spürte, wie ihre Brustwarzen unter meiner Zunge hart wurden, und sie zog mein Shirt über meinen Kopf, ungeduldig, riss fast an dem Stoff. Ihre Hände fuhren über meine Brust, meinen Bauch, tiefer, und als sie mich durch die Jeans spürte, entfuhr ihr ein zufriedenes Geräusch.
„Oh”, machte sie leise. „Also doch nicht nur Kochen im Kopf.”
Ich schob ihr die letzte Schicht Stoff über die Hüften, und sie hob sich mir entgegen, damit ich sie ganz ausziehen konnte. Sie saß nackt auf der Arbeitsplatte, die Beine für mich geöffnet, und die Selbstverständlichkeit, mit der sie das tat, machte mich fast wahnsinnig. Ich kniete mich vor sie, und als meine Zunge sie das erste Mal fand, krallten sich ihre Finger in meine Schultern.
„Genau so”, keuchte sie und schob sich mir entgegen. „Genau so, bitte.”
Sie war schon feucht, seit dem Sofa vermutlich, seit Wochen vielleicht, und sie schmeckte nach allem, was ich mir nachts nicht hatte erlauben wollen. Ich leckte sie langsam, dann drängender, las jede Regung, jedes Zucken ihrer Hüften, jedes Zusammenziehen ihrer Schenkel um meinen Kopf. Sie stöhnte lauter, ungehemmt, weil niemand da war, der uns hören konnte, und dieser Gedanke — dass wir die ganze Wohnung für uns hatten — trieb uns beide höher.
„Ich will dich”, sagte sie irgendwann, zog mich an mir hoch, ihre Wangen gerötet, ihr Atem ein einziges Flackern. „Jetzt. Hier.”
Ich griff nach der Brieftasche in meiner hinteren Hosentasche, nach dem Kondom, das ich seit Wochen fast schon anklagend darin wusste. Sie beobachtete jede Bewegung, biss sich auf die Unterlippe, und als ich mich endlich zwischen ihre Beine schob, zog sie mich mit den Fersen näher, ungeduldig, fordernd.
Als ich in sie glitt, stöhnten wir beide auf. Sie war eng und heiß und presste sich mir entgegen, und ich musste einen Moment innehalten, um mich zu fangen. Sie legte die Arme um meinen Nacken, ihre Stirn an meiner, und flüsterte: „Beweg dich. Ich halt das nicht aus.”
Ich bewegte mich. Langsam zuerst, dann tiefer, während sie sich an der Kante der Arbeitsplatte festhielt und ihre Laute im Rhythmus mit meinen Stößen kamen. Geschirr klirrte irgendwo, ein Löffel fiel klappernd in die Spüle, und keinem von uns war es wichtig. Ihre Beine zitterten um meine Hüften, ihr Kopf fiel zurück, und ich spürte, wie sie sich um mich zusammenzog, immer enger, bis sie mit einem langen, atemlosen Stöhnen kam, die Fingernägel in meinem Rücken.
„Nicht aufhören”, brachte sie hervor, noch mitten im Beben. „Bitte nicht aufhören.”
Ich hörte nicht auf. Ich hob sie von der Platte, und sie klammerte sich an mich, während ich sie im Stehen weiter nahm, hier in unserer schäbigen WG-Küche unter dem flackernden Neonlicht, und als ich selbst kam, presste ich mein Gesicht in ihren Hals und hörte sie leise lachen, dieses offene, atemlose Lachen, das mich am ersten Tag erwischt hatte.
Danach
Wir landeten irgendwann auf dem Küchenboden, Rücken an der Schrankfront, ihre Beine über meinen, beide verschwitzt und außer Atem. Sie legte den Kopf an meine Schulter, genau wie vorhin auf dem Sofa, nur dass jetzt nichts mehr zwischen uns stand.
„Das”, sagte sie und zog eine Augenbraue hoch, „hättest du schon vor drei Wochen haben können.”
„Ich wollte nichts kaputt machen”, sagte ich ehrlich. „Wir wohnen zusammen. Das kann grandios schiefgehen.”
Sie drehte den Kopf und sah mich an, und in ihrem Blick lag etwas, das ich nicht ganz einordnen konnte — halb Wärme, halb Herausforderung. „Oder grandios funktionieren”, sagte sie. „Kommt drauf an, ob wir schlau genug sind.”
Ich wollte gerade etwas erwidern, als es geschah. Der Schlüssel im Schloss der Wohnungstür. Das vertraute Klacken, das um diese Uhrzeit niemand hier erwartete. Wir erstarrten beide, nackt, auf dem Küchenboden, mitten im Chaos aus Kleidungsstücken und umgestoßenen Gläsern.
„Ich dachte, die sind übers Wochenende weg”, flüsterte Mia mit großen Augen — und in dem Moment ging die Küchentür auf.
Fortsetzung folgt
Der nächste Teil ist da.
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