Fremdfick in der Uni-Bibliothek

Stimmungsbild zu „Fremdfick in der Uni-Bibliothek"

Die meisten Sexgeschichten aus der Uni handeln von einer WG-Party, von zu viel Bier und einem Morgen danach, an den sich keiner mehr genau erinnern will. Meine ist anders. Meine handelt von einer Nacht, in der ich stocknüchtern war, hellwach vor Prüfungsangst — und in der ich einen Fremden zwischen den Bücherregalen der Uni-Bibliothek so gründlich kennenlernte, dass ich seither jede Klausurenphase mit einem heißen Ziehen im Bauch erwarte.

Ich heiße Marie, ich bin einundzwanzig, im vierten Semester. Und das hier ist die Geschichte von dem Fremdfick, der mir bis heute den Atem raubt, wenn ich nur an den Geruch alter Bücher denke.

Die Nacht vor der Klausur

Es war kurz nach elf, und die Uni-Bibliothek gehörte fast nur noch mir. Draußen Regen, drinnen dieses tiefe, wattige Schweigen, das große Räume nachts bekommen. Die Klausur in Statistik war in neun Stunden, ich hatte drei Kapitel, die ich nicht verstand, und einen Kaffee im Becher, der längst kalt war.

Die Bibliothek hatte über Nacht geöffnet in der Prüfungsphase — ein Angebot für die Verzweifelten, und ich war eindeutig eine von ihnen. Um mich herum leere Tische, das Summen der Neonröhren, das Klicken der Heizung. Ganz hinten, zwei Reihen weiter, saß noch jemand. Ein Typ, dunkle Haare, aufgekrempelte Ärmel, ein Stapel Bücher, den er nicht anrührte, weil er mich ansah.

Ich hatte ihn schon vorher bemerkt. Man bemerkt so etwas, wenn man zu zweit in einem Saal für zweihundert ist. Jedes Mal, wenn ich aufsah, sah er weg — eine Spur zu langsam, sodass ich wusste, dass er hingesehen hatte. Und ich, ehrlich gesagt, tat genau dasselbe.

Irgendwann stand ich auf, um mir zwischen den Regalen ein Buch zu suchen, das ich nicht wirklich brauchte. Ich hörte, wie hinter mir ein Stuhl leise über den Boden schob.

Zwischen den Regalen

Die Regalgänge im hinteren Teil waren eng und hoch, das Licht dort schummrig, weil die Bewegungsmelder nur ansprangen, wenn man mittendrin stand. Ich zog irgendein Buch heraus, tat, als läse ich den Klappentext, und spürte, wie sich die Luft im Gang veränderte, bevor ich ihn hörte.

„Statistik?”, fragte er leise. Seine Stimme war tiefer, als ich erwartet hatte, und er hielt sie gedämpft, so wie man in einer Bibliothek eben spricht, auch wenn keiner mehr da ist, den man stören könnte.

„Wie man’s nimmt”, sagte ich und drehte mich um. Aus der Nähe war er größer. Ein Lächeln, das genau wusste, was es tat. „Eher ein Kapitel, das ich seit drei Stunden anstarre, ohne dass etwas passiert.”

„Ich könnte dir helfen”, sagte er. „Ich hab das letztes Jahr geschrieben.”

Es war eine dieser Sätze, die nach genau dem klingen, was er ist — ein Vorwand. Wir wussten es beide. Ich lehnte mich mit dem Rücken ans Regal, das Buch noch in der Hand, und sah ihn an, und dieses Ziehen, das mich seit einer Stunde begleitet hatte, wurde zu etwas Konkretem, Warmem, Ungeduldigem.

„Ich heiße Marie”, sagte ich.

„Jonas.”

Wir gaben uns nicht die Hand. Stattdessen trat er einen Schritt näher, so nah, dass ich seinen Aftershave roch, etwas Herbes, und darunter warme Haut. Der Bewegungsmelder hatte längst wieder abgeschaltet, wir standen im Halbdunkel, und das machte alles einfacher, mutiger.

„Weißt du”, sagte er und nahm mir sanft das Buch aus der Hand, um es zurückzuschieben, „ich sitze seit zwei Stunden da vorne und kriege keinen Satz gelesen. Wegen dir.”

„Schlechte Vorbereitung”, sagte ich, und meine Stimme kam ein wenig atemlos heraus.

„Sehr schlechte”, sagte er — und dann küsste er mich.

Der erste Kuss im Halbdunkel

Es war kein zaghafter Kuss. Er legte eine Hand in meinen Nacken, die andere an meine Hüfte, und drückte mich mit dem Rücken gegen die Buchrücken, die sich kühl durch mein Shirt drückten. Ich hörte mich selbst leise aufkeuchen, und dann küsste ich zurück, gieriger, als ich vorgehabt hatte, meine Finger in seinem Hemd.

Sein Mund schmeckte nach Kaffee und Minze. Seine Zunge fand meine, und ich spürte, wie mir die Hitze in die Wangen und tiefer schoss, zwischen die Beine, wo mein Puls plötzlich am lautesten schlug. Er drängte sich an mich, und durch seine Jeans fühlte ich, dass ich nicht die Einzige war, die das hier ernst meinte.

„Hier?”, flüsterte ich an seinem Mund, mehr Herausforderung als Zweifel.

„Es ist niemand da”, flüsterte er zurück und ließ seine Lippen an meinem Hals hinunterwandern. „Nur wir. Die ganze Nacht.”

Seine Hand schob sich unter mein Shirt, warm auf meinem Bauch, wanderte höher, und als seine Finger über meine Brust strichen, über den Stoff des BHs, entwich mir ein Laut, den ich schnell verschluckte. Wir waren zwar allein — aber die Vorstellung, dass um die nächste Ecke doch jemand sitzen könnte, dass das hier verboten und riskant war, machte alles nur schärfer.

Ich zog ihn am Hemd tiefer in den Gang, weg von der Öffnung, dorthin, wo die Regale eine dunkle Nische bildeten. Der Bewegungsmelder sprang an, viel zu hell, und wir erstarrten beide lachend, bis er wieder ausging.

„Streng geheim”, flüsterte er grinsend.

„Halt einfach den Mund”, flüsterte ich und zog sein Gesicht zurück zu meinem.

Zwischen Büchern und Atemlosigkeit

Er schob mein Shirt hoch, öffnete mit einer Hand geschickter, als ich erwartet hätte, meinen BH, und dann war sein Mund an meiner Brust, seine Zunge um meine Brustwarze, und ich musste mir mit dem Handrücken den eigenen Laut ersticken. Meine andere Hand fand die Wölbung in seiner Jeans, drückte, und ich hörte ihn scharf einatmen.

„Vorsichtig”, murmelte er, „sonst bin ich zu schnell fertig, und das wäre schade.”

Ich lachte leise und öffnete trotzdem seinen Knopf, schob den Reißverschluss hinunter, umfasste ihn. Er war hart, heiß in meiner Hand, und das Gefühl von Macht, das mir das gab — hier, mitten in der stillen Bibliothek, einen Fremden so weit zu haben —, machte mich selbst rasend.

Seine Hand fand den Weg in meine Leggings, unter den Stoff, und als seine Finger mich fanden, stöhnte er selbst leise auf. „Du bist ja schon völlig …”, flüsterte er ungläubig.

„Seit einer Stunde”, gab ich zu und presste mich gegen seine Hand.

Er ließ seine Finger kreisen, langsam erst, dann drängender, während ich mich an ihm festhielt und mir auf die Lippe biss, um nicht laut zu werden. Zwei Finger glitten in mich, und ich musste mein Gesicht an seiner Schulter vergraben, um das Geräusch zu dämpfen, das aus mir herausbrechen wollte. Die Buchrücken drückten sich in meinen Rücken, der Regalstahl war kalt, seine Hand war heiß, und ich war so nah dran, dass es fast wehtat.

„Nicht”, keuchte ich und hielt sein Handgelenk fest. „Nicht so. Ich will dich.”

Er sah mich an, im schwachen Licht, das von vorne hereinfiel, und in seinen Augen war dieselbe Ungeduld, die mich zerriss. Er zog seine Hand zurück, und ich schob meine Leggings über die Hüften, so weit ich konnte in dem engen Gang, während er in seiner Hosentasche kramte.

„Bitte sag mir, dass du eins dabeihast”, flüsterte ich.

Er hielt die kleine Folie hoch wie eine Trophäe. „Prüfungsvorbereitung”, sagte er trocken, und ich musste kichern, bis er es aufriss und ich zusah, wie er es überstreifte, und mir das Lachen im Hals stecken blieb.

Der Fremdfick

Er hob mich an, ein Bein um seine Hüfte, drückte mich fester gegen das Regal, und dann spürte ich ihn, wie er langsam in mich glitt, und mir entwich ein Laut, den ich nicht mehr zurückhalten konnte. Er hielt inne, tief in mir, seine Stirn an meiner.

„Alles gut?”, flüsterte er, und ich mochte ihn in diesem Moment für die Frage.

„Mehr als gut”, sagte ich. „Beweg dich.”

Und das tat er. Langsam zuerst, jeder Stoß bedacht, damit die Regale nicht klapperten, damit wir leise blieben — aber diese erzwungene Langsamkeit machte alles nur intensiver. Ich spürte jeden Zentimeter, spürte, wie er mich ausfüllte, und meine Fingernägel gruben sich in seinen Rücken. Ein Buch fiel irgendwo aus dem Regal und klatschte auf den Boden, und wir hielten beide für einen Herzschlag inne, lauschten in die Stille — nichts. Niemand.

„Weiter”, flüsterte ich gegen seinen Mund, und er wurde schneller.

Es war roh und heimlich und atemlos. Ich vergrub mein Stöhnen in seiner Schulter, biss in den Stoff seines Hemds, während er mich gegen die Bücher stieß, wieder und wieder, und die ganze Anspannung dieser Nacht, die Prüfungsangst, die Stunden des Wartens, all das entlud sich in dieser einen Handlung. Seine Hand wanderte zwischen uns, fand mich, rieb im Takt seiner Stöße, und ich spürte, wie es in mir zusammenlief, unaufhaltsam.

„Ich komme”, hauchte ich, und er drückte seine freie Hand auf meinen Mund, sanft, und dieses Verstummtwerden, dieses Nicht-laut-sein-Dürfen, schob mich über die Kante. Ich kam hart, zitternd, mit weit aufgerissenen Augen, seine Hand auf meinen Lippen, sein Körper, der mich gegen das Regal presste.

Ich spürte, wie er selbst kurz darauf schneller wurde, unregelmäßiger, wie sein Atem stockte. „Marie”, flüsterte er, nur meinen Namen, und dann kam er, tief, sein Gesicht in meinem Nacken, sein ganzer Körper angespannt und dann plötzlich schwer und weich zugleich.

Wir standen da, zusammengesunken zwischen den Regalen, beide keuchend, verschwitzt, halb entkleidet in einer Uni-Bibliothek um Mitternacht, und ich fing an zu lachen — dieses ungläubige, glückliche Lachen, das nach so etwas kommt.

Der Morgen danach

Wir zogen uns wieder an, halb kichernd, halb verlegen, und hoben das gefallene Buch auf. Ich strich mir die Haare glatt, er knöpfte sein Hemd zu, und als wir aus dem Gang traten, war der Saal immer noch leer, immer noch still, als wäre nichts geschehen.

„Ich sollte wirklich lernen”, sagte ich, als wir zurück zu unseren Tischen gingen, die zwei Reihen auseinanderstanden.

„Ich könnte dir immer noch helfen”, sagte er, und diesmal grinste er so, dass klar war, was er meinte, und ich musste mir auf die Lippe beißen, um nicht schon wieder Ja zu sagen.

Wir lernten tatsächlich. Er kam mit seinem Stuhl herüber, erklärte mir die drei Kapitel, und irgendwo zwischen Wahrscheinlichkeitsverteilung und Konfidenzintervall lag seine Hand auf meinem Oberschenkel, und keiner von uns tat, als merkte er es nicht. Um vier Uhr morgens verstand ich Statistik. Um halb fünf küsste er mich noch einmal, langsam diesmal, ohne Eile.

Ich schrieb die Klausur mit einer Zwei. Aber das ist nicht der Teil, an den ich denke, wenn ich abends allein liege und die Prüfungsphase wieder näher rückt. Ich denke an das Halbdunkel zwischen den Regalen, an eine Hand auf meinem Mund, an den Geruch alter Bücher — und an einen Fremden namens Jonas, der aus einer Sexgeschichte an der Uni die heißeste Nacht meines Semesters machte.

Wir tauschten am Morgen Nummern. Aber das ist eine andere Geschichte.