Die Fahrlehrerin
Es war meine eigene Idee, und trotzdem saß ich mit klopfendem Herzen auf dem Beifahrersitz, als hätte ich sie nicht selbst gebucht. Ein Rollenspiel, hatten wir vereinbart, ganz nüchtern über eine dieser Seiten für Erwachsene: die strenge Fahrlehrerin, der nervöse Fahrschüler, der seine Prüfung nicht bestehen will — und beide über dreißig, beide wissend, worauf das hinauslief. Wenn du je eine echte Fahrlehrerin Geschichte suchst, die nicht bei der ersten Kupplung aufhört, dann ist das hier meine.
Ich heiße Jan, bin vierunddreißig, und ich hatte diese Fantasie seit Jahren mit mir herumgetragen, ohne je den Mut zu haben. Frau Berger — so wollte sie in der Rolle heißen — war Anfang vierzig, dunkelblonde Haare streng nach hinten gebunden, eine Brille, die sie über den Rand hinweg zum Anschauen benutzte, und eine Ruhe in der Stimme, die mir schon am Telefon durch Mark und Bein gegangen war.
Die letzte Stunde vor der Prüfung
„Anschnallen”, sagte sie, ohne mich anzusehen. Sie tat es, als wäre ich wirklich ein Fahrschüler in seiner letzten Stunde, und genau das machte es so gut. Kein Zwinkern, kein Ausbrechen aus der Rolle. Nur diese kühle, geschäftsmäßige Autorität.
Wir standen auf einem verlassenen Übungsplatz am Stadtrand, weit weg von allem, ein alter Schulwagen mit doppelter Pedalerie. Die Nachmittagssonne fiel schräg durch die Windschutzscheibe und legte einen warmen Streifen über ihre Hände, die den Ordner auf ihrem Schoß hielten.
„Sie wissen, dass es morgen ernst wird”, sagte sie und blätterte eine Seite um. „Und ehrlich, Herr Jan — so wie Sie fahren, fallen Sie durch.”
„Ich weiß”, murmelte ich und spielte den Zerknirschten, was mir leichtfiel, weil mein Puls tatsächlich raste.
„Dann zeigen Sie mir mal, warum ich Ihnen trotzdem eine Chance geben sollte.” Sie sah mich zum ersten Mal richtig an, über den Rand der Brille, und in diesem Blick lag ein Versprechen, das nichts mit dem Straßenverkehr zu tun hatte.
Ich fuhr eine Runde. Zu schnell, mit Absicht, ließ die Kupplung kommen wie ein Anfänger. Sie schnalzte mit der Zunge.
„Halten Sie an.”
Ich hielt. Motor aus. Stille, in der ich nur meinen eigenen Atem hörte und irgendwo draußen einen Vogel.
„Sie machen das absichtlich”, sagte sie leise. Es war keine Frage. Sie legte den Ordner auf die Rückbank, langsam, und drehte sich zu mir. Ihr Rock rutschte dabei ein Stück höher, und ich sah, dass sie es sah, dass ich es sah.
Wenn die Fahrlehrerin die Regeln macht
„Vielleicht”, sagte sie, und ihre Stimme war noch dieselbe kühle Fahrlehrerin, aber darunter lag jetzt etwas Wärmeres, Dunkleres, „müssen wir eine andere Methode probieren. Bei manchen Schülern funktioniert nur die harte Tour.”
„Und die wäre?”, fragte ich, und meine Stimme brach ein bisschen.
Sie legte ihre Hand auf mein Knie. Warm, bestimmt, ohne zu zögern. „Belohnung und Strafe”, sagte sie. „Machen Sie es richtig, bekommen Sie etwas. Machen Sie es falsch —” ihre Finger drückten fester ”— bekommen Sie etwas anderes.”
Der ganze Wagen schien enger zu werden. Ich roch ihr Parfum, etwas Herbes mit einer süßen Note darunter, vermischt mit dem Geruch von warmem Kunstleder und Sonne. Ihre Hand wanderte eine Handbreit höher, ganz langsam, testend, und blieb dann liegen, mitten auf meinem Oberschenkel, während sie mich weiter ansah, als wäre das das Selbstverständlichste der Welt.
„Anfahren am Berg”, sagte sie sachlich. „Zeigen Sie es mir. Ohne zurückzurollen.”
Ich startete zitternd den Motor. Der Übungsplatz hatte eine kleine Rampe, und ich rollte hinauf, hielt an, zog die Handbremse. Und während ich Gas gab und die Kupplung kommen ließ, glitt ihre Hand weiter, schob sich zwischen meine Beine, legte sich über den Stoff meiner Hose, wo ich längst hart war, und drückte zu.
Ich verriss beinahe alles. Der Wagen ruckte, rollte ein Stück zurück, würgte ab.
„Durchgefallen”, flüsterte sie zufrieden und ließ mich nicht los. „Sehen Sie, Herr Jan? Sie können sich nicht konzentrieren, wenn ich das mache.” Sie rieb langsam über den Stoff, ihre Augen auf meinem Gesicht. „Und trotzdem soll ich Sie durch die Prüfung bringen. Also lernen wir jetzt Konzentration.”
Ihre Finger öffneten meinen Gürtel, Knopf, Reißverschluss, mit einer Geduld, die mich fast um den Verstand brachte. „Noch mal anfahren”, sagte sie. „Und wenn Sie es diesmal sauber schaffen, hören Sie, was ich als Nächstes mit Ihnen vorhabe.”
Ich hätte nicht sagen können, wie ich es schaffte. Ihre Hand hatte sich in meine Hose geschoben, umschloss mich jetzt direkt, warm und fest, und begann in einem langsamen Rhythmus zu streichen, während ich versuchte, die verdammte Rampe hochzufahren, ohne zurückzurollen. Schweiß stand mir auf der Stirn. Mein Fuß zitterte auf der Kupplung. Aber ich schaffte es — hielt den Wagen mit schleifender Kupplung genau auf dem Punkt, wo er weder vor noch zurück wollte, während sie mich in der Hand hielt und lächelte.
„Sehen Sie”, sagte sie leise an meinem Ohr, ihr Atem warm an meinem Hals. „Sie können es. Sie müssen nur die richtige Motivation haben.”
Kein Zurückrollen mehr
Sie ließ mich den Motor abstellen und den Wagen an den Rand des Platzes rollen, in den Schatten einer Reihe alter Pappeln, wo uns niemand sah. Dann löste sie ihren eigenen Gurt.
„Rüber”, sagte sie und tätschelte den schmalen Raum zwischen den Sitzen. „Auf den Rücksitz. Prüfungssituationen muss man üben, bis man sie im Schlaf beherrscht.”
Wir kletterten nach hinten, unbeholfen, lachend jetzt zum ersten Mal, und der Moment, in dem sie über die Lehne stieg und mir dabei ihren Hintern in dem engen Rock entgegenstreckte, ließ das letzte bisschen Zurückhaltung in mir verdampfen. Hinten war es eng, die Fenster liefen langsam an. Sie zog ihre Brille ab und legte sie ins Ablagefach, und ohne die wirkte sie plötzlich weniger streng und viel hungriger.
„Knöpfen Sie mir die Bluse auf”, befahl sie. „Von unten nach oben. Langsam. Und wenn Sie eilig werden, fangen wir von vorne an.”
Ich gehorchte. Knopf für Knopf, meine Finger ungeschickt vor Erregung, und mit jedem kam mehr von ihrer Haut zum Vorschein — der flache Bauch, der schwarze Spitzen-BH, das Schlüsselbein, an dem ihr Puls sichtbar schlug. Sie sah die ganze Zeit auf mich herab, mit diesem Fahrlehrerin-Blick, der mir sagte, dass sie hier das Steuer in der Hand hielt und nicht ich.
Als die Bluse offen war, schob sie meine Hände an ihre Brüste, ließ mich den Spitzenstoff beiseiteschieben, und ich beugte mich vor und nahm eine ihrer harten Brustwarzen in den Mund. Sie stöhnte zum ersten Mal — ein tiefer, ehrlicher Laut, der nichts mehr mit der Rolle zu tun hatte — und vergrub die Finger in meinen Haaren.
„Braver Schüler”, flüsterte sie. „So einer wird belohnt.”
Sie schob ihren Rock über die Hüften hoch, und darunter trug sie nichts. Sie nahm meine Hand und führte sie zwischen ihre Beine, wo sie längst nass war, feuchter, als ich es erwartet hatte, und drückte sich gegen meine Finger.
„Fühlen Sie das?”, sagte sie atemlos. „Das haben Sie gemacht, mit Ihrer verdammten Unsicherheit und Ihren zitternden Händen. Und jetzt räumen Sie das auf.”
Ich rutschte so gut es ging nach unten in dem engen Fond, sie hob ein Bein über meine Schulter, und ich schmeckte sie mit der Zunge, langsam zuerst, dann drängender, während sie den Kopf in den Nacken warf und gegen die beschlagene Scheibe stöhnte. Ihre Hand lag wieder in meinen Haaren, dirigierte mich, drückte mich fester, wenn ich die richtige Stelle traf, und ich merkte, wie sie unter meiner Zunge zu zittern begann.
„Nicht aufhören”, keuchte sie. „Genau — genau so — nicht aufhören, sonst fallen Sie durch.”
Ich hörte nicht auf. Ich spürte, wie sich alles in ihr zusammenzog, wie ihre Schenkel meinen Kopf umschlossen, und dann kam sie mit einem langen, gedämpften Laut, ihre Hüften hoben sich vom Sitz, und sie zog so fest an meinen Haaren, dass es wehtat und ich es liebte.
Die bestandene Prüfung
Sie brauchte einen Moment, um wieder zu Atem zu kommen. Dann sah sie mich an, mit glänzenden Augen, und ein langsames Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus.
„Setzen”, sagte sie und schob mich zurück auf den Sitz. Sie kletterte über mich, ein Knie zu jeder Seite meiner Hüften, und ließ sich langsam auf mich sinken, Zentimeter für Zentimeter, bis ich vollständig in ihr war. Wir stöhnten beide gleichzeitig auf.
„Hände ans Lenkrad”, flüsterte sie mit einem Rest ihrer strengen Stimme, obwohl hinten gar kein Lenkrad war. „Ich meine — halten Sie sich fest, Herr Jan. Und bewegen Sie sich nicht, bevor ich es sage.”
Sie ritt mich langsam, mit geschlossenen Augen, ihre Hände auf meiner Brust, und ich hielt mich an den Kopfstützen der Vordersitze fest und tat verzweifelt, was sie sagte — hielt still, ließ sie das Tempo bestimmen, ließ sie mich benutzen. Der ganze Wagen wippte leicht, die Federn quietschten, die Scheiben waren jetzt völlig blind vom Beschlag.
„Jetzt”, keuchte sie schließlich, „jetzt dürfen Sie.”
Ich packte ihre Hüften und stieß nach oben, wieder und wieder, und sie kam mir entgegen, hart jetzt, ohne alle Strenge, nur noch zwei Menschen in einem viel zu kleinen Auto, die genau das hier gewollt hatten. Als ich kam, hielt sie mein Gesicht in beiden Händen und sah mich an, die ganze Zeit, und flüsterte: „Bestanden. Klar bestanden.”
Danach saßen wir noch lange da, verschwitzt, halb angezogen, und lachten leise über den völlig beschlagenen Schulwagen. Sie setzte ihre Brille wieder auf, plötzlich fast schüchtern.
„Das”, sagte ich, „war die beste Fahrstunde meines Lebens.”
Sie zog eine Augenbraue hoch, wieder ganz Frau Berger. „Ihre Prüfung ist trotzdem morgen, Herr Jan. Und ich fürchte, Sie brauchen noch sehr viele Übungsstunden.”
Ich buchte drei weitere, noch bevor ich aus dem Auto stieg.