Allein am FKK-Strand

Stimmungsbild zu „Allein am FKK-Strand"

Die meisten Geschichten über einen nackten Sommer fangen mit einem Plan an. Meine fing damit an, dass ich keinen mehr hatte. Ich war allein in den Süden gefahren, ohne Route, ohne Erwartung, nur mit dem Wunsch, für zwei Wochen niemandem etwas zu sein — keine Kollegin, keine Tochter am Telefon, keine Frau, die morgens funktioniert. Und am dritten Tag fand ich die Bucht, die alles veränderte. Es ist eine dieser FKK Sexgeschichten, die man selbst kaum glaubt, während man sie erlebt — und die man danach nie wieder loswird.

Ich heiße Nora, ich bin achtunddreißig, und an jenem Mittag lernte ich, wie sich Freiheit auf nackter Haut anfühlt, wenn man aufhört, sich zu verstecken.

Die Bucht, die mir gehörte

Ich hatte sie eher gerochen als gesehen. Erst der Kiefernduft, harzig und heiß, dann irgendwo unter mir das Rauschen, das anders klang als am Hauptstrand — tiefer, geduldiger, ohne die dünnen Stimmen der Familien mit ihren Kühltaschen. Der Pfad war kaum einer. Ein ausgetretenes Band aus rotem Staub, das sich einen Hang hinunterschlängelte, links und rechts von trockenem Gras gesäumt, das meine Waden streifte. Zweimal rutschte ich, fing mich an einem warmen Felsen, und dann öffnete sich der Hang, und ich blieb einfach stehen.

Weißer Sand, so hell, dass er in der Mittagssonne fast blendete. Wasser in einem Türkis, für das es kein ehrliches Wort gibt. Und kein Mensch. Kein Schild, kein Kiosk, keine Liegen in Reih und Glied, keine Musik. Nur die Hitze, die über dem Sand flimmerte, das Zirpen aus den Kiefern hinter mir und das Meer, das den Strand leckte und wieder losließ, leckte und losließ, in einem Rhythmus, der älter war als alles, was mich sonst beschäftigte.

Ich ging hinunter, breitete mein Handtuch aus und tat dann das, wofür ich hergekommen war: Ich zog mich aus. Nicht hastig, nicht verschämt. Ich löste den Knoten meines Bikinioberteils im Nacken und ließ es in den Sand fallen. Streifte das Höschen über die Hüften. Und stand da, nackt, in einer Bucht, die mir für diesen Moment vollständig gehörte, und spürte zum ersten Mal seit Monaten, wie die Sonne meinen ganzen Körper fand — nicht nur Arme und Schultern, sondern jeden Zentimeter, den sonst Stoff verbarg.

Die Luft strich über meine Brüste, über meinen Bauch, zwischen meine Schenkel, und es fühlte sich an wie eine Berührung von jemandem, der mich seit langem kannte. Ich schloss die Augen und atmete Salz und heißes Harz. Meine Haut zog sich zusammen, dann entspannte sie sich, und mit ihr etwas tiefer in mir, das ich lange festgehalten hatte, ohne es zu merken.

Dann ging ich ins Wasser.

Der erste Schritt kühl, der zweite kälter, dann bis zu den Knien, den Hüften, und ein Schauer, der nichts mit Frieren zu tun hatte, lief mir über den Rücken. Ich ließ mich nach vorn fallen, tauchte unter, und das Meer schloss sich über mir wie eine Hand. Als ich wieder auftauchte, prustend, das Haar im Gesicht, lachte ich — laut, allein, ohne Grund. So ein Lachen hatte ich seit Ewigkeiten nicht mehr gehört, schon gar nicht mein eigenes.

Ich trieb auf dem Rücken, die Sonne auf dem Gesicht, das Salz auf den Lippen, und ließ die Gedanken davonschwimmen. Hier war ich niemandes Erwartung. Hier war ich nur Haut und Wasser und Sonne. Ich dachte, so allein war ich seit Jahren nicht gewesen, und der Gedanke fühlte sich nicht einsam an, sondern wie ein tiefes, sattes Durchatmen.

Ich hatte keine Ahnung, dass ich mich irrte. Dass ich längst nicht mehr allein war.

Die zweite Spur im Sand

Als ich zurück an den Strand watete, das Wasser in Rinnsalen an mir herablaufend, sah ich sie zuerst nicht. Ich sah nur mein Handtuch, den hellen Fleck im Sand, und darauf zu. Erst als ich fast dort war, fiel mein Blick nach links — und da war sie. Eine zweite Spur im Sand. Fußabdrücke, größer als meine, die von den Felsen am anderen Ende der Bucht herüberführten und dann parallel zum Wasser verliefen, ein Stück, bevor sie sich im Schatten verloren.

Ich blieb stehen, mitten im Schritt, plötzlich sehr bewusst, dass ich nackt war und tropfte und dass mir das Wasser den letzten Rest an Deckung genommen hatte. Mein erster Impuls war, nach dem Handtuch zu greifen. Mein zweiter, mich nicht zu bewegen und einfach zu schauen.

Und dann sah ich ihn.

Im Schatten der Felsen, wo der weiße Sand in graugoldenes Geröll überging, saß ein Mann. So frei wie ich, ganz selbstverständlich, ein Buch in der Hand, das aufgeschlagen auf seinem angezogenen Knie lag und das er nicht mehr las. Er war vielleicht Anfang vierzig, dunkles Haar, das die Sonne an den Spitzen heller gebleicht hatte, ein Körper, der nicht im Fitnessstudio entstanden war, sondern draußen, in Bewegung, im Leben. Kein aufgesetztes Posieren, kein hastiges Wegdrehen. Er saß einfach da, wie ein Teil dieser Bucht, und sah mich an.

Er hatte mich längst gesehen. Vermutlich die ganze Zeit — beim Ausziehen, beim Schwimmen, beim Lachen. Der Gedanke hätte mir unangenehm sein sollen, und für einen Herzschlag war er es auch. Aber dann geschah etwas Merkwürdiges: Die Vorstellung, dass er mich gesehen hatte, wie ich mich frei und lachend im Wasser fallen ließ, jagte mir eine Hitze in die Wangen, die nicht nur von der Sonne kam. Ich merkte, wie ich unwillkürlich den Rücken gerade machte, das Kinn hob, statt mich klein zu machen.

Wir taten beide so, als sei das hier das Normalste der Welt. Und in dieser Bucht, in dieser Sonne, mit dem Salz auf der Haut und dem Meer im Ohr, war es das auch. Es gab keine Regeln hier oben, die jemand aufgestellt hatte. Es gab nur uns zwei und einen Nachmittag, der noch ganz vor uns lag.

Ich hätte mein Handtuch nehmen und mich ans andere Ende setzen können. Ich tat es nicht. Ich blieb, wo ich war, wrang mein Haar aus, langsam, und ließ ihn ruhig schauen.

Salz auf der Haut

„Schöne Stelle”, sagte er schließlich, und seine Stimme trug über den warmen Sand, tief und unangestrengt. „Ich dachte, ich hätte sie für mich allein.”

„Das dachte ich auch”, sagte ich, und zu meiner eigenen Überraschung lächelte ich dabei. Ich hob mein Handtuch auf, aber statt es umzuwickeln, warf ich es mir nur über die Schulter und ging die paar Schritte zu ihm hinüber. Der Sand brannte unter meinen Fußsohlen, dann kam der kühlere Streifen im Schatten. Ich setzte mich, ohne lange nachzudenken, neben ihn — nicht direkt daneben, aber nah genug, dass ich die Wärme spürte, die von seiner Haut abstrahlte.

„Marek”, sagte er und streckte mir die Hand hin, so beiläufig, als säßen wir angezogen in einem Café.

„Nora.” Seine Hand war warm und trocken und schloss sich einen Moment länger um meine, als es ein bloßer Gruß verlangt hätte.

Wir redeten erst. Über das Meer, über den Weg hierher, über die Faulheit der anderen, die den Hang nicht erklommen, und das Glück derer, die es taten. Er war zum Segeln hier, erzählte er, das Boot lag in der Bucht dahinter, und wenn ihm die Enge an Bord zu viel wurde, kam er hierher, um zu lesen und niemanden zu sehen. „Und heute”, sagte er mit einem schiefen Lächeln, „ist mein Plan grandios gescheitert.”

„Tut mir leid”, sagte ich, und meinte es kein bisschen.

„Mir nicht”, sagte er.

Die Sonne wanderte. Sie schob den Schatten der Felsen langsam über uns hinweg, sodass wir uns beide, ohne es abzusprechen, ein Stück weiter ins Licht rückten, bis wir wieder in der vollen Wärme saßen. Ich lehnte mich zurück, die Handflächen im Sand, das Gesicht zur Sonne, und spürte seinen Blick über meine Haut wandern — über meinen Hals, meine Brüste, meinen Bauch. Es war kein gieriges Glotzen. Es war ein Sehen, das mich wärmer machte als das Licht. Und ich merkte, dass ich es genoss. Dass ich mich zum ersten Mal seit langem nicht wegwünschte aus dem Blick eines Mannes, sondern hineinlehnte.

Seine Schulter berührte meine, als er sich zur Seite drehte, um mir etwas zu zeigen — eine Möwe, die weit draußen ins Wasser stieß —, und keiner von uns rückte weg. Die Berührung war heiß, salzig, und sie blieb. Ich spürte jeden Zentimeter, wo seine Haut meine berührte, wie einen leisen Strom. Wir hörten auf zu reden. Das Meer redete für uns weiter, leckte und ließ los, leckte und ließ los.

Ich drehte den Kopf. Er war näher, als ich gedacht hatte. Seine Augen waren hell im gebräunten Gesicht, und in ihnen lag eine Frage, die er nicht aussprach. Ich beantwortete sie, indem ich mich nicht zurückzog.

Das Prickeln des Spontanen

Er küsste mich, und es schmeckte nach Salz und Sonne. Erst zögernd, ein Antippen der Lippen, als gäbe er mir noch einen letzten Moment, umzukehren. Ich kehrte nicht um. Ich legte meine Hand in seinen Nacken, in das warme, salzige Haar, und zog ihn näher, und da wurde aus dem Zögern etwas anderes. Seine Lippen öffneten sich, seine Zunge fand meine, und ein tiefer, warmer Zug durchlief mich, von den Lippen bis in den Bauch und tiefer.

Ich hatte vergessen, wie das ist. Ein erster Kuss mit einem Mann, dessen Namen ich vor einer Stunde noch nicht kannte. Kein Plan, keine Geschichte, kein Morgen — nur dieser Nachmittag, diese Sonne, dieses Prickeln, das mir über die nackte Haut lief wie das Wasser vorhin. Meine Nippel zogen sich zusammen, obwohl es nicht kühl war, und als seine Hand von meiner Wange über meinen Hals nach unten glitt und meine Brust umschloss, entkam mir ein leises Geräusch in seinen Mund.

Seine Handfläche war warm und rau vom Segeltau, und der Kontrast auf meiner weichen, sonnengewärmten Haut ließ mich erschauern. Er strich mit dem Daumen über meinen harten Nippel, langsam, und ich hörte mich einatmen, scharf und hell. Ich lag längst halb zurückgelehnt, er über mir gebeugt, und der Sand unter meinem Rücken war so warm wie ein Körper.

„Sag, wenn du willst, dass ich aufhöre”, murmelte er an meinem Hals, während seine Lippen sich abwärts arbeiteten.

„Hör nicht auf”, sagte ich, und meine Stimme war belegt.

So eine dunkle Stimme dicht an deinem Ohr, die genau fragt, was du willst — das gibt es nicht nur in einer einsamen Bucht. Sofort, diskret, Stimme an Stimme.

Er küsste sich meinen Körper hinab, langsam, als hätte er alle Zeit der Welt und wolle sie ganz für mich verschwenden. Über das Schlüsselbein, wo ich das Salz auf meiner eigenen Haut noch schmeckte, als er es tat. Zwischen meine Brüste, wo sein Atem heiß über die feuchte Haut strich. Um jeden Nippel herum, mit der Zunge, bis ich die Finger in seinem Haar vergrub und ungeduldig wurde. Über meinen Bauch, der sich unter seinen Lippen hob und senkte, schneller nun, viel schneller.

Und dann, mit einer Sanftheit, die mich fast um den Verstand brachte, drückte er meine Schenkel auseinander und legte seinen Mund zwischen meine Beine.

Ich stöhnte auf, laut, ungehemmt, weil es hier niemanden gab, der es hören konnte außer den Kiefern und dem Meer. Seine Zunge fand mich, und ich war schon so bereit, so nass, dass er kurz innehielt und ein raues Geräusch der Anerkennung von sich gab, das ich mehr fühlte als hörte. Dann leckte er mich, langsam zuerst, dann mit einem Rhythmus, der sich dem Meer anpasste — kommen und gehen, kommen und gehen —, und ich krallte meine Finger in den heißen Sand und hob ihm die Hüften entgegen.

Die Sonne brannte auf meinen Brüsten, sein Mund arbeitete zwischen meinen Schenkeln, und über mir war nur der weite, blaue Himmel. Ich spürte, wie sich alles in mir zusammenzog, höher und höher, eine Welle, die anschwoll wie die draußen im Wasser. Er legte einen Finger in mich, dann einen zweiten, krümmte sie, während seine Zunge nicht abließ, und das war es, was mich über die Kante schob. Ich kam mit einem Laut, der über die ganze Bucht hallte, die Schenkel um seinen Kopf, den Rücken durchgebogen im warmen Sand, und für ein paar lange Sekunden gab es nichts als Weiß und Sonne und dieses Pulsieren, das durch meinen ganzen Körper lief.

Am Wasser

Ich zog ihn an mir hoch, noch atemlos, und küsste mich selbst auf seinen Lippen. „Komm ins Wasser”, flüsterte ich.

Wir standen auf, und ich zog ihn an der Hand mit mir zum Meer. Der Sand brannte, dann kam die kühle Zunge des Wassers um unsere Knöchel, unsere Waden. Wir wateten hinein, bis es uns um die Hüften stand, und dann drehte ich mich zu ihm um und schlang die Arme um seinen Hals. Das Wasser trug uns beide ein wenig, machte uns leichter, und ich spürte ihn hart an meinem Bauch, während die kleinen Wellen uns umspülten.

Er hob mich, und ich schlang die Beine um ihn, und das Meer half, hielt uns, wiegte uns. Ich griff zwischen uns hinab, umschloss ihn — heiß und hart in all dem kühlen Blau — und führte ihn zu mir. Als er in mich glitt, langsam, stöhnten wir beide zugleich, und der Laut verlor sich über dem Wasser. Ich klammerte mich an ihn, meine Brüste an seiner nassen Brust, mein Mund an seinem Hals, wo ich das Salz schmeckte, das Meer und ihn.

Wir bewegten uns langsam, mussten es, das Wasser gab den Takt vor. Jede Welle drückte uns zusammen, zog uns auseinander, und wir folgten ihr, ließen uns tragen und stoßen. Ich hatte das Gesicht zur Sonne, die Augen halb geschlossen, das Licht in tausend Splittern auf dem Wasser um uns herum, und Marek in mir, seine Hände an meinen Hüften, die mich hielten, führten. Es war langsam und tief und so unwirklich schön, dass mir für einen Moment die Tränen kamen — nicht aus Trauer, sondern weil ich mich seit Ewigkeiten nicht mehr so lebendig gefühlt hatte.

„Nora”, sagte er an meinem Ohr, meinen Namen, nur meinen Namen, und ich zog ihn tiefer.

Als es zu viel wurde, um zu stehen, wateten wir zurück, ineinander verschlungen, tropfend, lachend, und ließen uns in den heißen Sand fallen, halb im Schatten, halb im Licht. Er legte mich auf den Rücken, und diesmal war nichts Langsames mehr in uns. Er nahm mich, und ich hob ihm die Hüften entgegen, und der Sand unter mir und die Sonne über mir und er zwischen meinen Schenkeln — all das verschmolz zu einer einzigen Empfindung, die immer heller wurde. Ich grub die Fersen in den Sand, meine Nägel in seinen Rücken, und flüsterte ihm ins Ohr, was ich wollte, ohne Scham, ohne Zurückhalten, weil es hier keinen Grund dafür gab.

Er stieß härter, tiefer, und ich fühlte, wie er kurz vor dem Rand war, hörte es an seinem Atem, der zerbrach. „Ja”, sagte ich, „ja”, und dann kam er, mit einem tiefen, langen Laut, tief in mir, und das Beben seines Körpers riss mich mit, ein zweites Mal, in einer Welle, die weicher war als die erste und länger, und die mich vollkommen leerte.

Wir blieben liegen, verschlungen, keuchend, während die Sonne uns trocknete und das Salz auf unserer Haut zu feinen weißen Spuren kristallisierte. Sein Herz schlug an meiner Brust, langsamer werdend, und ich lauschte ihm, wie man dem Meer lauscht.

Sonniger Nachklang

Wir sprachen nicht viel danach. Es gab nicht viel zu sagen, und alles, was wir gesagt hätten, hätte den Nachmittag nur kleiner gemacht. Wir lagen nebeneinander, die Finger lose ineinander, und sahen zu, wie die Sonne tiefer sank und das Wasser von Türkis zu Gold wurde. Irgendwann teilten wir eine Flasche lauwarmes Wasser aus seinem Rucksack und eine Handvoll Feigen, die er dabeihatte, süß und warm von der Sonne, und ich dachte, dass ich noch nie etwas so Gutes gegessen hatte.

Er erzählte von seinem Boot, von den Häfen, die er kannte, von dem Gefühl, morgens allein auf dem Wasser aufzuwachen. Ich erzählte ein wenig von mir, aber nicht viel — nicht, weil ich etwas verbarg, sondern weil das Ich, das hier im Sand lag, mit dem, das ich zurückgelassen hatte, so wenig zu tun hatte. Hier war ich nur Nora, nackt in der Abendsonne, satt und leer und wunderbar müde.

„Bleibst du länger?”, fragte er.

„Noch zehn Tage”, sagte ich.

Er lächelte, ohne mich anzusehen, den Blick auf dem Wasser. „Die Bucht ist morgen wieder hier”, sagte er. „Ich vielleicht auch.”

Ich lächelte zurück, machte aber kein Versprechen, und er verlangte keines. Das war das Schöne. Es musste nichts werden. Es war schon alles, was es sein sollte.

Als die Sonne die Felsen berührte, stand ich auf, schüttelte den Sand aus meinem Handtuch und zog mich langsam wieder an — Höschen, Oberteil, das Kleid darüber, Schicht um Schicht die Frau zurück, die den Hang wieder hinaufsteigen würde. Er sah mir zu, so wie er mir beim Ausziehen zugesehen hatte, und diesmal war in seinem Blick etwas Warmes, fast Zärtliches. Ich beugte mich hinunter und küsste ihn ein letztes Mal, lang und salzig.

„Danke”, sagte ich, und meinte damit mehr als den Nachmittag.

„Danke dir”, sagte er.

Ich stieg den Pfad hinauf, langsam, mit brennenden Waden und einer Ruhe im Bauch, die ich lange nicht gekannt hatte. Oben, am Rand des Kiefernhangs, drehte ich mich noch einmal um. Die Bucht lag im goldenen Licht, klein und vollkommen, und unten am Wasser saß ein Mann, der zu mir heraufsah und die Hand hob. Ich hob meine ebenfalls. Dann drehte ich mich um und ging.

Was zwischen Salz und Sonne an diesem Nachmittag geschah, blieb in dieser Bucht — und blieb doch bei mir. Denn seither, jedes Mal, wenn ich irgendwo das Meer rieche, dieses warme Gemisch aus Salz und heißem Sand, bin ich für einen Moment wieder dort. Frei. Nackt in der Sonne. Und nicht mehr allein. Es sind solche Nachmittage, aus denen die besten FKK Sexgeschichten werden — die, die man niemandem erzählt und trotzdem nie vergisst.

Ich fuhr am nächsten Tag wieder zur Bucht. Aber das ist eine andere Geschichte.